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Mitteilung von ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KGaA & Co. KG 21.05.2026

Verschärfte Effizienzanforderungen, klare Systemgrenzen und neue Herstellerpflichten

Mit der ErP 2026 verschärft die Europäische Union ab Juli die Anforderungen an Ventilatoren deutlich. Neue Effizienzgrenzen, veränderte Bewertungsmethoden und erweiterte Dokumentationspflichten betreffen nicht nur Ventilatorhersteller, sondern auch OEMs, Anlagenbauer und Betreiber. ebm‑papst informiert über die wichtigsten Änderungen und zeigt, worauf sich Anwender jetzt einstellen sollten.

Höhere Effizienzanforderungen – vor allem unter Teillast

Die neue Ventilatorenverordnung hebt die Mindestwirkungsgrade spürbar an und bewertet die Effizienz weiterhin über den Fan Efficiency Grade (FEG), jedoch auf Basis aktualisierter Messbedingungen. Neu ist der stärkere Fokus auf das Teillastverhalten. Damit rückt nicht mehr allein der Bestpunkt in den Mittelpunkt, sondern das gesamte Wirkungsgradniveau über den realen Betriebsbereich.

Der vollständige Ventilator rückt in den Fokus

Erstmals definiert die Verordnung eindeutig, wann ein Ventilator als vollständig gilt. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Laufrad, Motor und Stator. Wer unvollständige Ventilatoren vervollständigt oder in eigene Systeme integriert und unter eigenem Namen in Verkehr bringt, gilt regulatorisch als Hersteller – mit allen Pflichten zur Konformitätsbewertung und CE‑Kennzeichnung.

Neue Pflichten bei Information, Dokumentation und Reparatur

Mit ErP 2026 steigen die Anforderungen auch an die Transparenz deutlich. Hersteller müssen künftig umfangreiche Informationen zum Effizienzverhalten, zur Reparierbarkeit und zur Demontage bereitstellen. Zudem sind definierte Ersatzteile bis zu zehn Jahre nach Produktabkündigung verfügbar zu halten, während Produktinformationen bis zu 20 Jahre digital vorzuhalten sind.

Übergangsfristen rechtzeitig berücksichtigen

Die Verordnung gilt ab dem 24. Juli 2026 für sogenannte Stand‑alone‑Ventilatoren und Neuprodukte. Für Ventilatoren, die in anderen Produkten oder Anwendungen – wie Lüftungsgeräten, Wärmepumpen oder Kälteanlagen – integriert werden und vor diesem Datum bereits vermarktet werden, greifen die Anforderungen ab dem 24. Juli 2027. Ersatzventilatoren unterliegen ab 2027 klaren Einschränkungen und dürfen nur noch unter definierten Bedingungen eingesetzt werden.

Unterstützung aus einer Hand

ebm‑papst bereitet sein Portfolio schon seit Jahren gezielt auf die Anforderungen der ErP 2026 vor. Vollständig ausgelegte Ventilatoren, systembezogene Effizienzbewertungen und transparente Dokumentation erleichtern Kunden die sichere Umstellung. Zusätzlich unterstützt ebm‑papst mit Beratung, Messungen und digitalen Auslegungstools dabei, frühzeitig konforme Lösungen umzusetzen.

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