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Mobile 1,5-Megawatt-Stromerzeuger unterstützen Netzbetreiber und Unternehmen bei Kapazitätsengpässen
Europas Stromnetze stehen unter wachsendem Druck. Aggreko, Anbieter technischer Energie- und Temperaturregelungslösungen, hat deshalb seine Unterstützung für Rechenzentren, die produzierende Industrie, die Erneuerbare-Energien-Branche und die Petrochemie um eine zertifizierte netzgekoppelte Stromerzeugung erweitert. Dafür hat das Unternehmen seine 1,5-Megawatt-Stromerzeuger für den Einsatz in elf europäischen Ländern prüfen und zertifizieren lassen.
Nach einem umfassenden Prüf- und Zertifizierungsverfahren kann das Unternehmen mit seiner 1,5-Megawatt-Stromerzeugerflotte jetzt die jeweiligen Netzanschlussregeln, auch als Netzkodizes bezeichnet, in elf europäischen Ländern erfüllen. Die Konformität umfasst Großbritannien, Irland, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Belgien, Polen, Rumänien und Tschechien. Nach Angaben von Aggreko ist das Unternehmen aktuell der einzige Anbieter mit einer entsprechenden Länderabdeckung.
Die Zertifizierung schafft die Voraussetzung, die mobilen Stromerzeuger von Aggreko in öffentliche Stromnetze einzubinden und damit große Energieprojekte zu unterstützen. Die Anlagen können zusätzliche Erzeugungskapazität bereitstellen, Lastspitzen abfedern, Strom ins öffentliche Netz einspeisen und zum Netzausgleich beitragen.
Der Hintergrund sind steigende Anforderungen an die europäischen Stromnetze. Neue Verbraucher, begrenzte Anschlusskapazitäten und der Ausbau erneuerbarer Energien erhöhen regional den Bedarf an zusätzlicher und flexibel verfügbarer Leistung. Mobile Erzeugungsanlagen können hier zeitlich begrenzt unterstützen, während Netzanschlüsse erweitert oder eine neue Infrastruktur errichtet wird.
Mehr als 50 Megawatt innerhalb weniger Monate
Durch den modularen Aufbau lassen sich mehrere Anlagen zu größeren Kraftwerkslösungen kombinieren. Aggreko sieht insbesondere bei Projekten mit mehr als 50 Megawatt Potenzial. Temporäre gasbetriebene Erzeugungskapazitäten können nach Angaben des Unternehmens innerhalb weniger Monate bereitgestellt werden. Sie sollen Kapazitätsengpässe überbrücken, während die langfristige Netzinfrastruktur geplant und errichtet wird.
„Die Herausforderungen, vor denen die europäischen Stromnetze stehen, sind bekannt. Dezentrale Energie wird in dieser entscheidenden Phase eine wichtige Rolle spielen. Hier kommt die Einhaltung der Netzanschlussregeln ins Spiel“, erklärt Connor Docherty, Head of Product for Gas bei Aggreko.
„Durch die Anbindung an die Netzinfrastruktur können wir sowohl Netzbetreiber als auch Großverbraucher mit dezentraler Stromerzeugung unterstützen. Damit tragen wir zum Netzausgleich bei. Wir können Kapazitätsengpässe überbrücken, große Energieprojekte unterstützen, die stärkere Einbindung erneuerbarer Energien begleiten und dazu beitragen, Stromausfälle zu vermeiden.“
43 Megawatt für das rumänische Stromnetz
Erfahrungen mit netzgekoppelten Energielösungen hat Aggreko unter anderem in Rumänien gesammelt. Während ein Netzbetreiber dort ein bestehendes Heizkraftwerk modernisierte, stellte Aggreko für vier Jahre eine temporäre Lösung bereit. Das Kraft-Wärme-Kopplungssystem (KWK) speiste 43 Megawatt in das nationale Stromnetz ein und unterstützte zugleich den Netzausgleich. Nach Angaben von Aggreko sanken die CO₂-Emissionen dabei gegenüber der zuvor eingesetzten Lösung um 45 Prozent.
Mit der Einhaltung der Netzanschlussregeln in elf Ländern kann Aggreko diese Unterstützung nun auch vielen Branchen wie Rechenzentren, der produzierenden Industrie, der Erneuerbare-Energien-Branche oder der Petrochemie in weiten Teilen Europas anbieten. Dadurch lassen sich Netzengpässe überbrücken und Energieprojekte planmäßig umsetzen.
Die Stromerzeugerflotte von Aggreko ist zudem mit dem Aggreko Remote Monitoring (ARM) und weiteren Kontrollsystemen ausgestattet. Sie liefern Betriebsdaten und detaillierte Analysen zu den jeweiligen Anlagen sowie zum gesamten Standort. Darüber lassen sich Auffälligkeiten frühzeitig erkennen und die Effizienz, Ausfallsicherheit und Leistung der eingesetzten Technik kann optimiert werden.
Docherty fasst zusammen: „Wir unterstützen seit vielen Jahren netzgekoppelte Anwendungen in Europa. Die Einhaltung der Netzanschlussregeln war daher der nächste logische Schritt für unser Angebot. Entscheidend ist, dass wir neben der Zertifizierung und der Technik auch das Wissen und die Erfahrung für deren Einsatz mitbringen. So können wir für die jeweiligen Herausforderungen der einzelnen Branchen eine auf das Projekt abgestimmte Lösung entwickeln.“

