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Thomas Neumann (ThomasN_KKT)
Kälteanlagenbauer
Kälteanlagenbauer
17.04.2026 13:45
Hallo Kältefreunde,
ich arbeite seit Jahren mit natürlichen Kältemitteln – hauptsächlich transkritischem CO2 (R744) im Lebensmittelbereich, aber auch mit NH3 (R717) in industriellen Anlagen. Ich möchte euch meine praktischen Erfahrungen teilen, weil das Thema immer relevanter wird.
**CO2 (R744) – transkritische Anlagen:**
Vorteile:
- Kein GWP-Problem (GWP = 1)
- Wartungsarme Komponenten im Vergleich zu synthetischen Kältemitteln
- Sehr gute volumetrische Kälteleistung → kompaktere Verdichter
Nachteile:
- Hohe Drücke (Hochdruck bis 90–130 bar je nach Betriebszustand)
- Spezielle Werkzeuge und Komponenten erforderlich
- Transkritischer Betrieb im Sommer (bei Außentemperaturen >25 °C) muss beherrscht werden
**NH3 (R717) – Industriekälte:**
Vorteile:
- Exzellente thermodynamische Eigenschaften
- Kein GWP, keine Ozonabbauung
- Geruchs-Eigenschaft als natürlicher Leckindikator
Nachteile:
- Toxisch (MAK-Wert beachten!)
- Nicht kompatibel mit Kupfer → Stahlrohrsysteme nötig
- Höhere Anforderungen an Sicherheitstechnik und Schulung
**Propan (R290):**
Für kleinere Systeme (Split-Geräte, Haushaltskühlung) ein exzellentes Kältemittel. Brennbarkeit muss beachtet werden – aber das Thema kennen wir.
Wer von euch arbeitet schon mit natürlichen Kältemitteln? Welche Herausforderungen habt ihr bei der Umstellung auf CO2 oder NH3 erlebt?
ich arbeite seit Jahren mit natürlichen Kältemitteln – hauptsächlich transkritischem CO2 (R744) im Lebensmittelbereich, aber auch mit NH3 (R717) in industriellen Anlagen. Ich möchte euch meine praktischen Erfahrungen teilen, weil das Thema immer relevanter wird.
**CO2 (R744) – transkritische Anlagen:**
Vorteile:
- Kein GWP-Problem (GWP = 1)
- Wartungsarme Komponenten im Vergleich zu synthetischen Kältemitteln
- Sehr gute volumetrische Kälteleistung → kompaktere Verdichter
Nachteile:
- Hohe Drücke (Hochdruck bis 90–130 bar je nach Betriebszustand)
- Spezielle Werkzeuge und Komponenten erforderlich
- Transkritischer Betrieb im Sommer (bei Außentemperaturen >25 °C) muss beherrscht werden
**NH3 (R717) – Industriekälte:**
Vorteile:
- Exzellente thermodynamische Eigenschaften
- Kein GWP, keine Ozonabbauung
- Geruchs-Eigenschaft als natürlicher Leckindikator
Nachteile:
- Toxisch (MAK-Wert beachten!)
- Nicht kompatibel mit Kupfer → Stahlrohrsysteme nötig
- Höhere Anforderungen an Sicherheitstechnik und Schulung
**Propan (R290):**
Für kleinere Systeme (Split-Geräte, Haushaltskühlung) ein exzellentes Kältemittel. Brennbarkeit muss beachtet werden – aber das Thema kennen wir.
Wer von euch arbeitet schon mit natürlichen Kältemitteln? Welche Herausforderungen habt ihr bei der Umstellung auf CO2 oder NH3 erlebt?
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