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Robert Schmidt (RobertS_Senior)
Senior-Kältetechniker
Senior-Kältetechniker
24.04.2026 13:15
Hallo zusammen,
ich baue seit 2015 transkritische CO2-Anlagen für den Lebensmittelhandel und möchte hier einmal aus 10 Jahren Praxis berichten – weil ich merke, dass das Thema oft noch mit Respekt und Unsicherheit betrachtet wird.
**Was bedeutet "transkritisch"?**
CO2 hat einen kritischen Punkt bei 31,1 °C und 73,8 bar. Wenn die Außentemperatur über diesen Wert steigt – was im deutschen Sommer immer häufiger vorkommt – kann CO2 auf der Hochdruckseite nicht mehr kondensieren. Die Anlage arbeitet dann im transkritischen Bereich: Der "Gaskühler" gibt Wärme ab, aber das CO2 bleibt gasförmig.
Das klingt zunächst wie ein Nachteil – und tatsächlich sinkt die Effizienz im transkritischen Betrieb. Doch moderne Systeme mit Flashgas-Bypass (Ejektoren, Parallelverdichter) können das erheblich kompensieren.
**Drücke bis 130 bar – wie geht man damit um?**
Die Rohre, Armaturen und Komponenten sind für CO2 ausgelegt – Druckklasse HP (High Pressure). CO2-Anlagen sind in der Regel deutlich massiver gebaut als HFC-Anlagen. Beim Umgang damit: R744-Schulung ist Pflicht, keine HFC-Werkzeuge verwenden (Schläuche sind nicht für 130 bar ausgelegt!).
**Sicherheitssysteme:**
- Drucksicherheitsventil mit Ableitung ins Freie
- CO2-Gaswarnanlagen im Maschinenraum (CO2 ist schwerer als Luft und sammelt sich am Boden)
- Notabschaltung bei Überdruck
**Fazit:**
CO2-Transkritik ist beherrschbar und aus meiner Sicht die Zukunft der Lebensmittelkälte. Wer sich die Technik erarbeitet hat, hat einen echten Wettbewerbsvorteil.
Wer von euch hat schon Erfahrungen mit CO2-Anlagen gemacht?
ich baue seit 2015 transkritische CO2-Anlagen für den Lebensmittelhandel und möchte hier einmal aus 10 Jahren Praxis berichten – weil ich merke, dass das Thema oft noch mit Respekt und Unsicherheit betrachtet wird.
**Was bedeutet "transkritisch"?**
CO2 hat einen kritischen Punkt bei 31,1 °C und 73,8 bar. Wenn die Außentemperatur über diesen Wert steigt – was im deutschen Sommer immer häufiger vorkommt – kann CO2 auf der Hochdruckseite nicht mehr kondensieren. Die Anlage arbeitet dann im transkritischen Bereich: Der "Gaskühler" gibt Wärme ab, aber das CO2 bleibt gasförmig.
Das klingt zunächst wie ein Nachteil – und tatsächlich sinkt die Effizienz im transkritischen Betrieb. Doch moderne Systeme mit Flashgas-Bypass (Ejektoren, Parallelverdichter) können das erheblich kompensieren.
**Drücke bis 130 bar – wie geht man damit um?**
Die Rohre, Armaturen und Komponenten sind für CO2 ausgelegt – Druckklasse HP (High Pressure). CO2-Anlagen sind in der Regel deutlich massiver gebaut als HFC-Anlagen. Beim Umgang damit: R744-Schulung ist Pflicht, keine HFC-Werkzeuge verwenden (Schläuche sind nicht für 130 bar ausgelegt!).
**Sicherheitssysteme:**
- Drucksicherheitsventil mit Ableitung ins Freie
- CO2-Gaswarnanlagen im Maschinenraum (CO2 ist schwerer als Luft und sammelt sich am Boden)
- Notabschaltung bei Überdruck
**Fazit:**
CO2-Transkritik ist beherrschbar und aus meiner Sicht die Zukunft der Lebensmittelkälte. Wer sich die Technik erarbeitet hat, hat einen echten Wettbewerbsvorteil.
Wer von euch hat schon Erfahrungen mit CO2-Anlagen gemacht?
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